Grüne Welt der Kapitalanlagen

Wie sich die Struktur der nachhaltigen Kapitalanlagen entwickelt, welche konkreten Projekte finanziert werden und wie im Sicherungsvermögen der Stuttgarter ein grüner Anteil sichergestellt ist.

Grüne Welt der Kapitalanlagen
© Die Stuttgarter

Der Wunsch, die eigene Altersvorsorge stärker mit ökologischen, sozialen und ethischen Aspekten zu verknüpfen, zeigt sich im Erfolg der GrüneRente. In 2020 zeichnete sich die GrüneRente bereits für über 20 % des gesamten Neugeschäfts aus (2019: 10 %). Die Summe der eingenommenen Beiträge beläuft sich mittlerweile auf ca. 93 Mio. Euro.

Tipp:
Im aktuellen Anlagebericht finden Sie weitere Details zur Entwicklung der nachhaltigen Kapitalanlagen, zu den Grundsätzen und Zielen sowie den Maßnahmen, um die Qualität der Kapitalanlagen und finanzierten Projekte sicherzustellen.

Vertrauen und Sicherheit spielen bei der Altersvorsorge eine bedeutende Rolle. Und bei der Altersvorsorge mit nachhaltigen Kriterien kommt noch ein weiteres Bedürfnis der Kunden hinzu: die Information, wie genau der Versicherer die Kundengelder anlegt. Grundlage für eine Rentenversicherung ist die Anlage im Sicherungsvermögen des Lebensversicherers. Bei der GrüneRente sichert Die Stuttgarter ihren Kunden zu, mindestens in Höhe des Sparanteils der eingezahlten Beiträge in nachhaltigen Projekten und Kapitalanlagen zu investieren.

Bei fondsgebundenen Konzepten ist das spätestens beim Renteneintritt des Kunden relevant: Dann wird das Guthaben vollständig im Sicherungsvermögen angelegt. Die Anlagegrundsätze der GrüneRente gelten dann ebenfalls.

GrüneRente-Anlagen

Welche Anlagen Die Stuttgarter konkret für die GrüneRente hält, wird regelmäßig veröffentlicht. Zudem werden alle Investments für die GrüneRente aus dem Blickwinkel der Nachhaltigkeit betrachtet. Dafür prüft das Institut für nachhaltiges, ethisches Finanzwesen, kurz INAF e. V., regelmäßig die Einhaltung der Standards  bei der Auswahl passender Anlageprojekte für das Sicherungsvermögen. Teilweise empfiehlt INAF auch konkrete nachhaltige Projekte und Kapitalanlagen für die GrüneRente. Eine Verpflichtung zu einer solchen Kontrolle gibt es nicht, Die Stuttgarter lässt sich auf freiwilliger Basis prüfen. Das schätzen Kunden und Berater, zudem erhöht es die Vertrauenswürdigkeit.

Siegel-Inaf

Welche Nachhaltigkeitsansätze werden angewendet?

Den nachhaltigen Projekten und Kapitalanlagen im Sicherungsvermögen liegen mehrere Nachhaltigkeitsansätze zu Grunde:

  • Positivkriterien
    Es werden gezielt Investments ausgewählt, die bestimmte ökologische, soziale und ethische Aspekte besonders gut erfüllen. Dies sind z. B. Anlagen zur regenerativen Energiegewinnung, wie Windenergie, Photovoltaik, Solarthermie, Wasserkraft, Biomasse und Biogas.
  • Ausschlusskriterien
    Es werden keine Investments getätigt, die gegen ökologische, soziale oder ethische Kriterien verstoßen. Das bedeutet: Es gibt keine Kapitalanlagen, die z. B. in Zusammenhang mit Kinderarbeit stehen.
  • Kapitalanlagen mit einer ökologischen, sozialen oder ethischen Wirkung (z. B. Themenfonds)
    Die Stuttgarter investiert in Unternehmen oder Staaten, die ökologisch, sozial oder ethisch handeln. Darunter fallen auch Fonds, die in ökologischen, sozialen oder ethischen Themen investieren, z. B. erneuerbaren Energien oder Mikrokrediten.

Die Kapitalanlage wird immer grüner

Die Summe der nachhaltigen Kapitalanlagen für die GrüneRente stieg zwischen 2020 und 2021 von 258 auf 323 Mio. Euro.

Summe nachhaltiger
Kapitalanlagen der GrüneRente

323 Mio. €

Bei Green Bonds handelt es sich um Anleihen für nachhaltige Projekte, die in besonderem Maße den Schutz des Klimas und der Umwelt berücksichtigen. Hierzu zählen unter anderem Energieerzeugung aus erneuerbaren Quellen, Sanierung oder energieeffizienter Neubau von Gebäuden, umweltfreundliche Abfallwirtschaft und umweltfreundliches Transportwesen, nachhaltige Bodennutzung oder sauberes (Trink-) Wasser. Die Stuttgarter hat insgesamt 200 Mio. Euro in Green Bonds investiert.

Die Stuttgarter investiert in Fonds, die Solarstrom- oder Windkraftanlagen finanzieren oder betreiben.
Die Stuttgarter hat insgesamt 51 Mio. Euro investiert.


Die Stuttgarter hat insgesamt 48 Mio. Euro investiert.

Mikrokredite bieten Menschen in Schwellen- und Entwicklungsländern die Möglichkeit, sich beispielsweise mit einem eigenen Geschäft eine wirtschaftliche Lebensgrundlage zu schaffen. Das Kapital für diese Kleinstkredite wird meist von Mikrofinanzfonds eingesammelt und vor Ort von entsprechenden Mikrofinanzbanken vergeben, die auch die Zinsen erheben und einziehen.
Die Stuttgarter ist mit 8 Mio. Euro an einem Mikrofinanzfonds beteiligt.

Der demografische Wandel sorgt für eine zunehmende Überalterung der Gesellschaft und eine steigende Zahl von Pflegebedürftigen. Damit verändert sich auch die Nachfrage nach seniorengerechten Wohnungs- und Pflegeeinrichtungen.
Vor diesem Hintergrund investiert Die Stuttgarter in Deutschland vor allem in sozial genutzten Immobilien. So leisten wir einen Beitrag für die sich verändernde Gesellschaft und sichern nachhaltig erwirtschaftete, langfristig stabile Renditen mit geringem Risiko.

Unternehmen mit nachhaltigen Geschäftsmodellen und -zielen verändern schon heute die Welt von morgen. Die Stuttgarter beteiligt sich aktiv an deren Entwicklung. Dadurch wird unser nachhaltiges Investmentportfolio diversifiziert. Die Unternehmen stammen aus dem Bankenbereich.
Das Investitionsvolumen der Stuttgarter beträgt 5 Mio. Euro.

Die Stuttgarter hat im Rahmen der GrüneRente mehrere Biogasanlagen finanziert. Biogasanlagen zählen zu den ökologischen Kapitalanlagen. Die Erzeugung von Strom durch Biogasanlagen ist ein wesentlicher Bestandteil der Energiewende. Denn Biogasanlagen liefern Strom, der unabhängig von Sonne und Wind zur Verfügung steht. Alle Anlagen, die von der Stuttgarter finanziert worden sind, befinden sich in Deutschland.

Der C-QUADRAT GreenStars ESG (S) ist ein Aktienfonds und strebt als Anlageziel langfristiges Kapitalwachstum unter Inkaufnahme höherer Risiken an. Der Fonds investiert mind. 51 % des Fondsvermögens in Wertpapieren, deren Emittenten jeweils auf Basis von sogenannten ESG-Kriterien (Environmental, Social, Governance)
als nachhaltig eingestuft wurden. Diese Wertpapiere müssen bestimmte Mindeststandards in den Bereichen Umweltschutz, Soziales und Unternehmensführung erfüllen. Zusätzlich kann auch in anderen Wertpapieren, u. a. von Staaten, Unternehmen, angelegt werden. Der Fonds wird aktiv verwaltet und ist nicht durch eine Benchmark eingeschränkt.
Die Stuttgarter hat 3 Mio. Euro investiert.

Verteilung zum 1.1.2021

Das verstehen wir unter Nachhaltigkeit:
Beispiele für Finanzierungen