Grüne Ideen für eine bessere Welt

Kann man nachhaltiger leben, ohne dabei auf etwas verzichten zu müssen? Das Stuttgarter BeratungsMagazin stellt Ihnen sieben kreative Lösungen vor, die gewohnte Produkte clever ersetzen – von Zahnbürsten aus Bambus bis hin zum Grünen Knopf.

Grüne Ideen für eine bessere Welt
© Unsplash | Lona

1. Bio für alle

„Ich würde ja gerne bio kaufen, wäre es nur nicht so teuer.“ Ein Satz, den man wohl schon des Öfteren gehört oder sogar selbst schon gesagt hat. Leon Sternel und Leonhard Kruck bereiten diesem Dilemma ein Ende: Die Gründer der Plattform „GEMEINSAM BIO“ haben es sich zur Aufgabe gemacht, Bioprodukte für jeden erschwinglich zu machen. Wie? Indem Bestellungen vieler Kunden online gesammelt werden und dann von günstigen Großhandelspreisen profitiert werden kann. Mit einer Ersparnis von 20–40 % sind Lebensmittel und Kosmetika mit nur wenigen Klicks im Warenkorb. Für die Nutzung zahlen Mitglieder eine Monatsgebühr von 15 Euro. Menschen mit geringem Einkommen, wie zum Beispiel Studenten, Arbeitslose und Rentner, erhalten eine Ermäßigung. Hier geht’s zur Plattform.

Tipp:

Auch im Bioladen um die Ecke lässt sich durch den Kauf von Vorratspackungen sparen.

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© ecosia.org

2. Öko-Suchmaschine

Etwas im Internet suchen und ganz nebenbei ein paar Bäume pflanzen. Klingt utopisch? Ist es nicht. Durch die Verwendung von Suchmaschinen erzielen deren Betreiber dank Werbeeinnahmen hohe Gewinne. So auch die gemeinnützige Suchmaschine Ecosia. Der Unterschied: Mit den Einnahmen aus den Suchanfragen unterstützt Ecosia Aufforstungsprojekte weltweit. So konnten bereits rund 50 Millionen Bäume auf der ganzen Welt gepflanzt werden.

Tipp:

Um nicht jedes Mal aufs Neue die Websiteadresse eingeben zu müssen, können Sie ecosia.org ganz einfach als Standardsuchmaschine im Browser festlegen.

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© iStock.com | aldomurillo

3. Unverpackt-Läden

Plastikmüll ist eines der gravierendsten Probleme unserer Zeit. Wer ihn reduzieren möchte, steht oft vor einer großen Herausforderung. Ob Reis, Käse, Kaffee oder Waschmittel, alles steht fertig verpackt und mit Plastik umhüllt in unseren Supermarktregalen. Abhilfe schaffen hier die sogenannten „Unverpackt-Läden“. Das Konzept: Waren werden hier nur „offen“ oder in wiederverwendbaren (Pfand-)Behältern angeboten. Den nächsten Unverpackt-Laden in Ihrer Nähe finden Sie unter: www.zerowastemap.org/de

Tipp:

Am besten die eigenen Behälter mitnehmen, so kauft man nie zu viel und spart sich auch gleich das Umfüllen.

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© grüner-knopf.de

4. Grüner Knopf

Um Verbrauchern eine klare Orientierung beim Kauf sozial und ökologisch hergestellter Textilien zu geben, wurde das staatliche Textilsiegel Grüner Knopf eingeführt. Wer ein solches Siegel an Textilien findet, der darf sich sicher sein, dass diese Kleidungsstücke ohne Kinderarbeit, ohne gefährliche Chemikalien und unter Zahlung von fairen Löhnen produziert wurden. 52 Unternehmen machen bereits mit. So kann man sich mittlerweile von Kopf bis Fuß mit Grüner-Knopf-Produkten einkleiden – von Mützen über T-Shirts bis zu Sneakern.

Tipp:

Nachhaltige Mode muss nicht automatisch teuer sein. Schauen Sie doch mal unter: www.gruener-knopf.de

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© wasserneutral-gmbh.de

5. Nachwachsende Zahnbürsten

Wer im Badezimmer seinen Plastikkonsum eindämmen möchte, der kommt an HYDROPHIL nicht vorbei. Das Ziel der drei Jungs aus Hamburg: die Welt von morgen mit ihren wasserneutralen, veganen und fairen Hygieneprodukten ein bisschen grüner und schöner zu machen. Die klimaneutrale Zahnbürste aus schnell nachwachsendem Bambus ist dabei der Klassiker des Sortiments. Erhältlich in verschiedenen Farben und Härtestufen sind die kleinen Helfer nicht nur biologisch abbaubar, sondern auch aus natürlichen Rohstoffen hergestellt, die das Grund- und Trinkwasser nicht gefährden und ohne künstliche Bewässerung auskommen. Und als wäre das nicht schon überzeugend genug: 10 % des Gewinns werden an den gemeinnützigen Verein Viva con Agua gespendet.

Tipp:

Drehen Sie beim Zähneputzen und Händewaschen zwischendurch das Wasser kurz ab. Damit sparen Sie nicht nur Geld, sondern auch eine wertvolle Ressource.

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© Pexels | Elizabeth Tr. Armstrong

6. Taschen aus Äpfeln

Das Lieblingsobst der Deutschen? Richtig, der heimische Apfel. Das Label „Happy Genie“ verbindet gekonnt Nachhaltigkeit mit Fashion und bietet dabei unter anderem Taschen aus strapazierfähigem, lederartigem Material an. Der Hauptbestandteil: Apfelreste. Diese werden in der Schweiz so verarbeitet, dass sie in gepresstem Zustand an die typischen Eigenschaften von echtem Leder herankommen. Für die Handtaschen aus Apfelleder wurde das Label mit dem Vegan Fashion Award der Tierschutzorganisation PETA ausgezeichnet. www.happy-genie.com

Tipp:

Investieren Sie lieber in qualitative und zeitlose Stücke. Sie sind nicht nur stilvoll, sondern machen auch noch lange Freude.

Bild Kokosnusskohle-Verpackung
© faire-kohle.de

7. Kokosnüsse als Holzkohleersatz

Sommer und Grillen, das gehört einfach zusammen. Dass für die verwendete Holzkohle aber ganze Wälder gerodet werden, daran denken die wenigsten. Die Faire Kohle GmbH hat eine exotische Alternative geschaffen: Grillkohle aus Kokosnüssen. Die Frucht der beliebten Palme ist eben ein echter Alleskönner: Das Fruchtfleisch als Snack, die Flüssigkeit in unzähligen Drinks und Milchalternativen und nun die zerkleinerte Schale in unseren Kugelgrills. Das Projekt ist eine Kooperation der kirchlichen Jugendverbände in Nordrhein-Westfalen und eines kleinen Betriebs auf den Philippinen. Erhältlich ist die faire Kohle unter: www.faire-kohle.de

Tipp:

Sie möchten lieber bei der klassischen Holzkohle bleiben? Dann sollten Sie unbedingt auf das FSC-Siegel auf der Verpackung achten.